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Wir freuen uns sehr, seit November 2025 offiziell Mitglied der Open Source Business Alliance (OSBA) – Bundesverband für digitale Souveränität e.V. zu sein.
Mit über 250 Mitgliedsunternehmen ist die OSBA das größte Netzwerk von Open-Source-Akteuren in Deutschland. Hier kommen Softwarehersteller, IT-Dienstleister, Start-ups, Behörden, Forschungseinrichtungen und engagierte Einzelpersonen zusammen, die eines verbindet: die Überzeugung, dass offene Software eine zentrale Rolle für eine selbstbestimmte digitale Gesellschaft spielt.
Die OSBA vernetzt diese Stimmen, gibt ihnen Gewicht in politischen Diskussionen und schafft Raum für Austausch – fachlich, strategisch und ganz praktisch. Der Mix aus klarer Haltung, Dialog und konkreter Arbeit hat uns überzeugt: Hier wollen wir uns einbringen.

Warum Open Source für uns mehr ist als ein Lizenzmodell
Die Mitgliedschaft ist für uns ein konsequenter Schritt: OTOBO ist nicht zufällig eine offene Service-Management-Plattform. Offene Standards, Transparenz und echte Zusammenarbeit sind Grundlage und Ausgangspunkt unserer Arbeit.
Wir haben OTOBO geforkt, weil die Möglichkeit zur aktiven Mitarbeit der Community am Vorgängerprojekt zunehmend eingeschränkt wurde. Aus Überzeugung und bereits einige Zeit vor dessen EOL. Mit dem Ziel, eine vollständig quelloffene Service-Management-Lösung mit einer starken und aktiven Community aufzubauen.
Open Source bedeutet für uns nicht nur, den Code offenzulegen, sondern auch Entwicklung gemeinsam zu denken und Verantwortung zu teilen – in Kundenprojekten wie in der Zusammenarbeit mit unseren Partnern. Das heißt im Alltag, Funktionen vorzugsweise so umzusetzen, dass sie standardtauglich sind, damit alle sie nutzen können. Den Aufwand wo möglich auf mehrere Schultern zu verteilen. Und Entwicklungen nur einmal zu machen, statt mehrfach parallel.
Heute wie damals gilt deshalb: OTOBO ist und bleibt zu 100 % Open Source und lizenzkostenfrei. Es gibt keine Business-Version, keine kostenpflichtigen Zusatzmodule und keine versteckten Einschränkungen.
Sicher ließe sich mit einem anderen Geschäftsmodell mehr Gewinn erzielen. Uns geht es aber auch darum, sinnvoll, nachhaltig und gemeinwohlorientiert zu handeln.
Was das mit digitaler Souveränität zu tun hat
Digitale Souveränität ist ein Begriff, der oft verwendet wird – und dabei meist abstrakt bleibt. Für uns ist er sehr konkret.
Digitale Souveränität heißt für uns, die Kontrolle über die eigenen Systeme und Daten zu behalten. Zu wissen, was die eingesetzte Software tut. Zu entscheiden, wo sie läuft. Und Abhängigkeiten zu vermeiden, aus denen man kaum wieder herauskommt.
Gerade in der aktuellen Zeit ist das kein theoretisches Ideal, sondern praktische Notwendigkeit. Für öffentliche Verwaltungen und kritische Infrastrukturen, aber auch für Unternehmen und jeden Einzelnen. Wer heute nicht weiß, wovon er technisch abhängig ist, zahlt morgen den Preis. Finanziell, organisatorisch oder politisch.
Open Source ist dafür kein Allheilmittel, aber eine entscheidende Voraussetzung. Quelloffene Software schafft Transparenz. Sie ermöglicht Wechsel. Sie erlaubt Anpassung und gibt Nutzerinnen und Nutzern die Freiheit, selbstbestimmt zu entscheiden.
Digitale Souveränität bedeutet für uns auch als Softwareanbieter Verantwortung zu übernehmen: für wartbare Software, für langfristige Weiterentwicklung und für ein Ökosystem, das nicht auf kurzfristige Effekte ausgerichtet ist sondern auf Nachhaltigkeit.
Deshalb achten wir bei der Weiterentwicklung darauf, individuelle Anforderungen so umzusetzen, dass sie den Standard insgesamt stärken – statt Sonderlösungen zu schaffen, die langfristig Abhängigkeiten erzeugen. Das Ergebnis: Software, die Ressourcen effizient nutzt und echte Unabhängigkeit fördert.
Warum wir der OSBA beigetreten sind
Wir sind überzeugt, dass Offenheit, Zusammenarbeit und geteiltes Wissen die Grundlage einer zukunftsfähigen digitalen Gesellschaft bilden.
In einer Zeit, in der die Bedeutung von offener Technologie und Unabhängigkeit durch aktuelle politische Entwicklungen immer stärker in den Fokus rückt, ist für uns der Moment gekommen, diese Haltung nicht mehr nur im eigenen Produkt zu leben, sondern uns auch aktiv auf übergeordneter Ebene einzubringen.
Bei der OSBA treffen Organisationen und Menschen aufeinander, die Open Source nicht als Randthema, sondern als Grundlage der digitalen Zukunft verstehen. Damit digitale Souveränität kein Schlagwort bleibt, sondern konkret vorangebracht wird, braucht Open Source eine gemeinsame Stimme. Einzelne Unternehmen können viel bewirken – strukturelle Veränderungen aber entstehen dort, wo sich viele zusammenschließen.
Deshalb sind wir der OSBA beigetreten. Wir möchten Teil eines Netzwerks sein, das digitale Souveränität und nachhaltige IT-Strukturen aktiv weiterdenkt und mitgestaltet.

Konkreter erster Schritt – OSBA Connect
Direkt im November waren wir denn auch in Berlin auf unserer ersten Mitgliederversammlung, der OSBA Connect 2025.
Dort wurde deutlich, wie engagiert und vielfältig die Open-Source-Community ist – und wie viel Energie und gemeinsame Vision in diesem Netzwerk steckt. In Gesprächen, Panels und Arbeitsgruppen ging es um sehr konkrete Fragen:
Wie kann Open Source als Innovationsmotor zur Staatsmodernisierung beitragen?
Was braucht es, damit Open Source in der öffentlichen Beschaffung besser berücksichtigt werden kann?
Welche Rahmenbedingungen sind nötig, damit offene Lösungen nachhaltig betrieben werden können?
Wie gelingt Zusammenarbeit über Organisations- und Ländergrenzen hinweg?
Berichte aus der Praxis illustrierten Chancen und Herausforderungen – und zeigen, was alles möglich ist.
Besonders wertvoll war für uns daneben der persönliche Austausch. Die Gespräche, Impulse und das offene Miteinander haben bestätigt:
Hier geht es nicht nur um technische Lösungen, sondern um gemeinsame Verantwortung und die Frage, wie unsere digitale Zukunft eigenständig gestaltet werden kann.
Wir freuen uns darauf, uns aktiv einzubringen und unseren Beitrag zu leisten.
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